PS5 SSD-Erweiterung: Worauf du achten musst

M.2 NVMe SSD
Bild: Jacek Halicki, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

M.2 NVMe SSD
Bild: Jacek Halicki, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Für eine interne PS5-Speichererweiterung brauchst du eine M.2-NVMe-SSD mit PCIe-Gen4-Anbindung, einer sequenziellen Lesegeschwindigkeit von mindestens 5.500 MB/s und einem eigenen Kühlkörper – normale NVMe-SSDs ohne diese Spezifikationen werden von der PS5 nicht offiziell unterstützt oder laufen instabil.

Warum nicht jede NVMe-SSD funktioniert

Sony hat für die interne Speichererweiterung der PS5 klare technische Mindestanforderungen definiert: PCIe-Gen4-Anbindung, mindestens 5.500 MB/s sequenzielle Lesegeschwindigkeit und eine Kapazität zwischen 250 GB und 4 TB. Diese Anforderungen sind notwendig, damit die SSD die schnellen Ladezeiten der PS5-Spiele mithalten kann – langsamere Gen3-SSDs würden zum Flaschenhals werden und die Leistung spürbar ausbremsen.

Warum ein Kühlkörper Pflicht ist

Schnelle NVMe-SSDs erzeugen unter Last spürbar Hitze, die ohne ausreichende Kühlung zu Drosselung der Geschwindigkeit führt. Sony schreibt deshalb einen Kühlkörper für die interne Erweiterung vor – entweder bereits werkseitig auf der SSD verbaut oder als separates Kühlkörper-Kit nachrüstbar. Ohne ausreichende Kühlung erkennt die PS5 die SSD teils gar nicht erst zuverlässig oder meldet Warnhinweise im Systemmenü.

Einbau: So einfach ist die Erweiterung wirklich

Der Einbau erfolgt über eine Klappe an der Rückseite der Konsole, unter der ein freier M.2-Steckplatz liegt. Nach dem Entfernen einer kleinen Halteschraube lässt sich die SSD einstecken und fixieren – ein Vorgang, der in der Regel weniger als zehn Minuten dauert und keine tiefergehenden technischen Kenntnisse erfordert. Nach dem Einbau muss die SSD einmalig über das Systemmenü formatiert werden, bevor sie nutzbar ist.

Interne SSD vs. externe Festplatte

Eine externe USB-Festplatte lässt sich zwar ebenfalls an die PS5 anschließen, eignet sich aber nur zur Speicherung von PS4-Spielen und zum „kalten“ Auslagern von PS5-Spielen, die dann vor dem Spielen zurückkopiert werden müssen. Für aktives Spielen von PS5-Titeln ist ausschließlich die interne SSD-Erweiterung oder der werkseitig verbaute interne Speicher geeignet, da nur diese die geforderte Geschwindigkeit liefern.

Wie viel Speicher brauchst du wirklich?

Aktuelle PS5-Spiele belegen häufig 50 bis über 100 GB Speicherplatz, wodurch der interne Speicher schnell an seine Grenzen stößt. Eine 1-2-TB-Erweiterung ist für die meisten Vielspieler ein guter Kompromiss aus Kapazität und Preis, während 4 TB eher für Nutzer mit sehr großer, dauerhaft installierter Spielebibliothek sinnvoll ist.

Häufig gestellte Fragen

Kann ich jede NVMe-SSD in die PS5 einbauen?

Nein, nur SSDs, die Sonys Mindestanforderungen (PCIe Gen4, mindestens 5.500 MB/s, mit Kühlkörper) erfüllen, werden offiziell unterstützt und laufen zuverlässig.

Brauche ich zwingend einen separaten Kühlkörper?

Nur wenn die SSD nicht bereits werkseitig mit einem Kühlkörper ausgestattet ist. Ohne ausreichende Kühlung drosselt die PS5 die Geschwindigkeit oder erkennt die SSD gar nicht zuverlässig.

Kann ich PS5-Spiele auch auf einer externen Festplatte spielen?

Nein, externe Festplatten eignen sich nur zur Speicherung, nicht zum direkten Spielen von PS5-Titeln – dafür muss das Spiel zurück auf die interne oder erweiterte SSD kopiert werden.

Zusammenspiel mit dem Controller-Zubehör

Eine SSD-Erweiterung betrifft nur den internen Speicher und hat keinen Einfluss auf Controller oder andere Peripherie. Wer sein PS5-Setup insgesamt aufrüsten möchte, findet einen Überblick über Controller-Optionen in unserem PS5-Controller-Vergleich.

Fazit

Eine interne SSD-Erweiterung lohnt sich für die meisten aktiven PS5-Spieler, sobald der Werksspeicher knapp wird – wichtig ist nur, gezielt auf die Sony-Mindestanforderungen zu achten.